SaoS
Lebenslauf ↓

Über mich

Der Weg hierher

Mit 15 habe ich meinen Fernseher zerlegt, ohne die geringste Ahnung davon zu haben — und wieder zum Laufen gebracht. Das ist ungefähr das Muster geblieben: Ich habe noch nie akzeptiert, dass etwas nicht geht. Es gibt immer eine Lösung, man muss nur lange genug suchen. Vorher wollte ich übrigens Modedesigner werden und habe Wände bemalt — dass das Logo auf dieser Seite durch 37 Schriften läuft, von denen fünf meine eigene Handschrift sind, ist also kein Zufall.

Beruflich ging es trotzdem anders los. Mit 15 habe ich angefangen zu arbeiten: Böden verlegen, später Sonnenschutz montieren, dazwischen eine Weile Vertrieb. Handwerk, das ich bis heute nicht schlechtrede, aber es sah jeden Tag gleich aus. Nebenher habe ich WoW gespielt und Gold gehandelt; die Wirtschaft in dem Spiel zu durchschauen hat mir irgendwann mehr Spaß gemacht als das Spiel selbst.

Mit 26 kam der Zivildienst, in der Geschäftsstelle Linz einer Bundesagentur. Die haben mich danach direkt übernommen — die Stelle, auf der ich dann saß, gab es vorher nicht, sie ist um mich herum entstanden. Ich war dort Administrator und habe alles an IT übernommen, was ohne Admin-Rechte ging. Dabei habe ich etwas gesehen, das ich vorher nicht für möglich gehalten hätte: Leute, die seit zwanzig Jahren im Büro sitzen und Text mit der Maus markieren, um ihn per Rechtsklick zu kopieren. Nicht aus Dummheit — es hat ihnen nur nie jemand gezeigt, und die meisten wollen es auch nicht wissen. Ich wollte es wissen.

Über eine Schnupperwoche als Sysadmin bin ich dann zum Programmieren gekommen. Eine Woche, in der ich Aufgaben lösen musste — danach war es vorbei. Mein Kopf hat gebrannt, ich saß bis in die Nacht mit Stift und Block da und habe mir Lösungen für Aufgaben überlegt, die längst abgegeben waren. Bis ich etwas daraus machen konnte, dauerte es allerdings: Dazwischen lagen anderthalb Jahre, in denen ich das Haus meiner Urgroßeltern in Linz-Ebelsberg renoviert habe, damit es in der Familie bleibt.

Dann habe ich meine Freundin kennengelernt, und kurz darauf war klar, dass wir einen Sohn bekommen. Das war der Punkt, an dem aus „irgendwann" ein Datum wurde. Im Oktober 2025 habe ich das Bootcamp angefangen und im Juni 2026 abgeschlossen — acht Monate, acht Stunden am Tag lernen und schreiben. Was ich dort mitgenommen habe, sind weniger die Frameworks als die Denkweise: wie man ein Problem so lange auseinandernimmt, bis es lösbar wird. Und das Zutrauen, dass ich genau das kann.

Alles, was unter Projekte steht, ist seitdem entstanden — in rund zehn Monaten ab meiner ersten Zeile Code. Am meisten reizt mich dabei der ganze Weg: planen, die Datenbank entwerfen, das Backend bauen, das Frontend nachziehen, testen, und so lange verbessern, bis es sich richtig anfühlt. Überwiegend TypeScript, weil ich damit den gesamten Stack in einer Sprache baue; darunter liegt Java, von dort kommen die Grundlagen. Und weil mich interessiert, wie Dinge funktionieren, steht dort einiges, das ich selbst gebaut habe, statt eine Bibliothek zu nehmen: eine eigene verkettete Liste, eine eigene 3D-Projektion, ein Renderer, der irgendwann CT-Datensätze verdauen konnte. Die Reihenfolge ist meistens dieselbe: etwas nervt mich oder interessiert mich — dann baue ich es.

Wenn Sie sehen wollen, was daraus geworden ist:

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